Online-Dating: Forscher entlarven Betrüger

© Lasse Kristensen
17.02.2012

Für denjenigen, der online dated, ist es laut einer aktuellen Studie wahrscheinlicher, dass er von seinem virtuellen Gegenüber zumindest in einigen Punkten beschwindelt wird, als dass er auf ein vollständig ehrlich ausgefülltes Profil trifft.

Forscher der University of Wisconsin-Madison sowie der Cornell University haben Wege entdeckt, herauszufinden, hinter welchem Online-Dating-Profil sich der ein oder andere Schwindler verbirgt. Dazu haben sie 78 Dating-Profile herausgepickt und miteinander verglichen.

User, die auf Online-Dating-Seiten nicht die Wahrheit sagen, haben einen Vorteil: Ihre Lügen werden meist nicht aufgedeckt. Online-Dating ist weit verbreitet und bringt daher auch häufig Unwahrheiten mit sich, sowohl vonseiten der Männer als auch seitens der Frauen. Dazu haben Forscher Größe, Gewicht und Alter der Online-Dater mit deren Profilinformationen und Fotos auf vier Datingseiten verglichen. So ließ sich so manche Lüge der Autoren aufdecken.

Kurze Selbstbeschreibung verdächtig

Wer beispielsweise selten die Ich-Form auf seinem Profil anwendet, ist verdächtig. "Lügner wollen sich so von ihren täuschenden Statements distanzieren", erklärt Catalina Toma von der University of Wisconsin-Madison. Zudem werden häufig Negierungen verwendet wie etwa "nicht traurig" statt "glücklich" oder "nicht langweilig" anstelle von "aufregend".

Des Weiteren weisen Schwindler oft kürzere Selbstbeschreibungen auf ihren Profilen auf, denn je weniger sie schreiben, desto leichter ist es, sich die Dinge zu merken und später zu erklären. Außerdem bevorzugen unehrliche User, die Alter, Größe oder Gewicht falsch angeben oder ein ungenaues, fehlerhaftes Bild auf ihrem Profil aufweisen, eher über die Arbeit oder Leistungen in ihrem Leben zu reden, als genauer auf ihre Beschreibung einzugehen.

Gewicht am häufigsten falsch

Mit diesen Hinweisen ist es den Forschern gelungen, bis zu 65 Prozent Online-Lügner zu identifizieren. Das ist ein deutlich höherer Prozentsatz als gewohnt. Üblicherweise liegt dieser unter 50 Prozent. Der Studie zufolge haben die meisten User über ihr Gewicht gelogen. Demnach tendierten Frauen dazu, ihr Gewicht durchschnittlich um rund vier Kilo zu fälschen, Männer nur um etwa ein Kilo. Die Hälfte der User war auch nicht ganz ehrlich im Hinblick auf die Größe. Auch haben fast 20 Prozent ihr Alter geändert.

(pte/pb)

12
Kommentare insgesamt

Toby G.
17.02.2012 20:04
Gast
Deswegen schreibe ich ungerne viel über Flirtcommunitys, weil man dadurch trotzdem sehr wenig über sein Gegenüber erfährt.
Einfach treffen und kennenlernen funktioniert besser.

Das mit dem Gewicht ist soeine Sache. Auf meinen Fotos habe ich noch 11Kilo weniger gewogen als jetzt. Somit stimmt das Gewicht nicht mit den Fotos überein.
Bin nur, bis jetzt, zu faul gewesen neue Fotos hinein zu stellen.

Wild D.
17.02.2012 20:29
reg. Mitglied
hi,ich hab es immer gewußt,im i-net wird viel gelogen!!!

Baggerandy
17.02.2012 20:58
Gast
ja super, wurden wieder teuer bezahlte forscher beauftragt um rauszufinden was jeder weiss...grrrr

Toby G.
18.02.2012 00:12
Gast

Steffen O.
18.02.2012 08:52
Gast
Wirklich?
Schaut ihr wieder nur auf's Geld?
Ist doch egal wieviel die verdienen...
Im übrigen gibt es festgesetzte Grenzen für Gehalt etc in so einem Forschungsetat. Mit Sicherheit war dieser Etat auch nicht sehr groß.

Im übrigen, wen es interessiert, hier ist die Originalausgabe des Artikels
http://wisc.academia.edu/Cata..._self-presentations

Toby G.
18.02.2012 15:06
Gast
Kann nicht angezeigt werden
In diesem Fall drück ich noch ein Auge zu, aber es gibt in der Geschichte genug Beispiele wo jemand etwas erfunden oder herrausgefunden hat und dies als SEINE Idee verkaufte, obwohl NACHWEISLICH schon andere darauf gekommen sind. Geistiges Eigentum ist ein Märchen.
Ist zwar ein wenig vom Thema weg, aber das wollte ich an dieser Stelle einmal loswerden

Aspergo a.
19.02.2012 18:16
Gast
Ich hab auch ne coooooole Studie:

Alkohol wirkt wie ein Faustschlag aufs Gehirn

"Schlechte Nachrichten für alle, die sich gerne mal ein Gläschen gönnen: Bereits geringe Alkoholmengen können das Gehirn sofort schädigen – zumindest kurzfristig."

--->http://www.welt.de/gesundheit...ag-aufs-Gehirn.html

Und nun zum Thema.Was bringt uns das jetzt genau?

Toby G.
19.02.2012 18:35
Gast
Ich hab auch eine Studie.

Ein Faustschlag ins Gesicht tut weh.

So lautet das Ergebnis einer Studie der Howard University.
Laut dieser Studie haben 9 von 10 Probanden sich nach einem Faustschlag ins Gesicht, wegen akuten Schmerzen, um den Nasenbereich, stark beschwert.

[Randinformation: 10 wurden getestet und einer war stark alkoholisiert ]

Aspergo a.
19.02.2012 18:36
Gast
Wer hätte das gedacht man lernt immer dazu

Champy S.
21.02.2012 17:40
Gast
Da braucht man nur hier zu schauen, das Geld hätten sie sich sparen können. Hier gibt es Singles, die gebunden sind, geschieden heißt nicht immer gleich Single usw.
12
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