Kein Kapitän in Sicht

© Yuriy Chertok
03.03.2012

Die Anhörung über das tödliche Unglück der "Costa Concordia" beginnt - und derjenige, der fehlt, ist Kapitän Schettino. Diesem wird nun ein weiterer Unfall vor zwei Jahren in Warnemünde vorgeworfen.

In Grosseto, einer Stadt in der italienischen Toskana, finden sich dem Stern zufolge am Samstag eine Vielzahl von Anwälten, Experten und Überlebenden ein - zu einer gerichtlichen Anhörung über das Unglück des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" am 13. Januar. Diese lief vor toskanischer Küste auf einen Felsen und kenterte, nachdem sie zu nah an der Insel Giglio vorbeigefahren war - das hatte der Kapitän des Kreuzers, Francesco Schettino, eingestanden. 32 Menschen starben.

Ermittlungen wegen der Havarie laufen - mitunter auch gegen Angestellte der Reederei Costa Crociere, welche ebenso an der Anhörung teilnehmen werden. Ganz im Gegensatz zu Kapitän Schettino. Dieser wird nach Angaben seines Anwaltes nicht zur Anhörung erscheinen - "aus Sorge um seine Sicherheit".

Dabei sieht sich dieser schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt: Fährlässiger Tötung, Havarie sowie vorzeitigem Verlassen des Schiffes. Wie Ciro Ambrosio, Erster Offizier, laut italienischer Medien ausgesagt haben soll, habe Schettino seine Mannschaft angewiesen, die Küstenwache hinsichtlich des Ausmaßes des Unglücks zu belügen: "Kapitän Schettino hat uns befohlen, der Küstenwache zu sagen, dass alles unter Kontrolle sei", zitiert diesen das Blatt "Corriere della Sera".

Beschädigte Schettino schon einmal ein Schiff?

Indes berichtet RP Online von einem weiteren Unfall, welchen Francesco Schettino vor knapp zwei Jahren verursacht haben soll und welcher nun im Rahmen der Ermittlungsprotokolle zur Havarie der "Costa Concordia" zutage gefördert wurde: In Warnemünde soll Schettino bereits am 4. Juni 2010 als Kommandant des Kreuzfahrtschiffes "Costa Atlantica" bei der Einfahrt in den Hafen die dort vertäute "AIDA Blu" beschädigt und sich anschließend in "unangemessenem Ton" gegenüber des Kapitäns des getroffenen Schiffes geäußert haben.

Die Reederei AIDA Cruises in Rostock, eine Tochtergesellschaft der Reederei Costa Crociere, widerspricht dem: Einem Sprecher zufolge habe es weder eine Schiffsberührung, noch einen Streit gegeben. Stattdessen sei die "AIDA Blu" fest an ihrem Liegeplatz vertäut gewesen, als die "Costa Atlantica" vorbeifuhr - wobei eine Sogwirkung entstand, wodurch sich die "AIDA Blu" bewegte. Infolgedessen sei die ausgefahrene Laderampe leicht beschädigt worden; ein alltäglicher Vorfall, der "nicht angemessen dargestellt" wird, wie es der Pressesprecher kommentiert.

(nm)
4
Kommentare insgesamt

Stefan B.
05.03.2012 11:08
Gast
Ein schönes Beispiel für die gern verwendete Redensart, dass der Master permanent mit einem Bein im Knast steht.
Ich verstehe allerdings bis heute das Verhalten der Reederei in Bezug auf Herrn Schettino nicht. Das Verhältnis muss auf jeden Fall schon vor dem Vorfall arg zerrüttet gewesen sein. Anders ist kaum erklärtbar, dass die Reederei unmittelbar im Anschluss eine öffentliche Erklärung abgegeben hat, wo sie .... 'dezent' ... mit dem Finger auf Ihren Master gezeigt und an den Pranger gestellt hat.

Rose r.
07.03.2012 18:01
Gast
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Karl-Heinz Bohr
11.07.2013 22:35
reg. Mitglied
Ich finde 40 mal Luxus ist besser als gar nix...

Karl-Heinz Bohr
11.07.2013 22:35
reg. Mitglied
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