Wie ist der KZ-Arzt Aribert Heim wirklich gestorben?
City- & Szenenews
15.02.2009
Er war einer der meistgesuchten Naziverbrecher. Der ehemalige KZ-Arzt Aribert Heim soll angeblich bereits 1992 gestorben sein. Doch es gibt viele Zweifel. Der Fall soll jetzt abschließend geklärt werden.
Das Simon Wiesenthal Center will das Schicksal des angeblich toten Nazi-Verbrechers Aribert Heim aufklären und hat dazu Ägypten um Hilfe gebeten. Wie das Wiesenthal Center am Freitag in Jerusalem mitteilte, seien die ägyptischen Behörden um Unterstützung bei der Überprüfung von Heims Tod gebeten worden. Der ehemalige KZ-Arzt soll nach Recherchen des ZDF und der "New York Times" bereits im August 1992 in Kairo gestorben sein.
Gleichzeitig übergab das Simon Wiesenthal Center der ägyptischen Botschaft in Tel-Aviv eine Liste mit Namen von 29 Nazi-Verbrechern. Die dort aufgelisteten Personen waren Recherchen von Simon Wiesenthal zufolge nach Ägypten geflohen. Wiesenthal hatte die Liste bereits 1967 zusammengestellt und in Wien veröffentlicht. Der Leiter des Wiesenthal Centers, Efraim Zuroff, sagte: "Wir hoffen, dass uns die ägyptischen Behörden bei der Überprüfung des Todes von KZ-Arzt Dr. Aribert Heim helfen werden." Auch Bestätigungen von Informationen über andere NS-Täter in Ägypten seien von großer historischer Bedeutung. Zu neuen Strafverfahren wird es nach Zuroffs Einschätzung aber nicht kommen.
Den Angaben zufolge stehen neben Aribert Heim weitere prominente Nazis auf der Liste, unter anderem zwei frühere Mitarbeiter des damaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann, der ehemalige Eichmann-Funktionär Alois Brunner und der frühere SS-Offizier Franz Abromeit. Auch der ehemals stellvertretende Lagerkommandant von Sobibor, Gustav Wagner, der damalige Gestapo-Chef von Kattowitz, Rudolf Mildner, und der frühere Kommandant des Lagers von Janowska, Friedrich Warzok, werden als noch gesuchte Verbrecher in dem Dokument aufgeführt. Viele der Nazis seien zum Islam konvertiert. Auf seiner Internetseite führt das Simon Wiesenthal Center eine Liste der elf meistgesuchten Nazi-Verbrecher. Sie wurde zuletzt im April 2008 aktualisiert. (ddp/AG)
Er war einer der meistgesuchten Naziverbrecher. Der ehemalige KZ-Arzt Aribert Heim soll angeblich bereits 1992 gestorben sein. Doch es gibt viele Zweifel. Der Fall soll jetzt abschließend geklärt werden.
Das Simon Wiesenthal Center will das Schicksal des angeblich toten Nazi-Verbrechers Aribert Heim aufklären und hat dazu Ägypten um Hilfe gebeten. Wie das Wiesenthal Center am Freitag in Jerusalem mitteilte, seien die ägyptischen Behörden um Unterstützung bei der Überprüfung von Heims Tod gebeten worden. Der ehemalige KZ-Arzt soll nach Recherchen des ZDF und der "New York Times" bereits im August 1992 in Kairo gestorben sein.
Gleichzeitig übergab das Simon Wiesenthal Center der ägyptischen Botschaft in Tel-Aviv eine Liste mit Namen von 29 Nazi-Verbrechern. Die dort aufgelisteten Personen waren Recherchen von Simon Wiesenthal zufolge nach Ägypten geflohen. Wiesenthal hatte die Liste bereits 1967 zusammengestellt und in Wien veröffentlicht. Der Leiter des Wiesenthal Centers, Efraim Zuroff, sagte: "Wir hoffen, dass uns die ägyptischen Behörden bei der Überprüfung des Todes von KZ-Arzt Dr. Aribert Heim helfen werden." Auch Bestätigungen von Informationen über andere NS-Täter in Ägypten seien von großer historischer Bedeutung. Zu neuen Strafverfahren wird es nach Zuroffs Einschätzung aber nicht kommen.
Den Angaben zufolge stehen neben Aribert Heim weitere prominente Nazis auf der Liste, unter anderem zwei frühere Mitarbeiter des damaligen SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann, der ehemalige Eichmann-Funktionär Alois Brunner und der frühere SS-Offizier Franz Abromeit. Auch der ehemals stellvertretende Lagerkommandant von Sobibor, Gustav Wagner, der damalige Gestapo-Chef von Kattowitz, Rudolf Mildner, und der frühere Kommandant des Lagers von Janowska, Friedrich Warzok, werden als noch gesuchte Verbrecher in dem Dokument aufgeführt. Viele der Nazis seien zum Islam konvertiert. Auf seiner Internetseite führt das Simon Wiesenthal Center eine Liste der elf meistgesuchten Nazi-Verbrecher. Sie wurde zuletzt im April 2008 aktualisiert. (ddp/AG)
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