Ungefragt Penis amputiert: Mann verklagt Ärzte

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© Wiret, 2008
29.09.2008

Aufwachen ohne Genital - was lief schief?

Über einen besonderen Fall von bösem Erwachen berichtete am vergangenen Freitag die Netzeitung: Der 61-jährige Phillip S. aus Kentucky sollte aufgrund einer Entzündung eigentlich nur beschnitten werden. Doch die Ärzte diagnostizierten während der Operation ein Krebsleiden und nahmen dem Patienten kurzerhand den ganzen Penis ab. Auch die Frau des Betroffenen sei darüber nicht informiert worden.

Jetzt stehen die Operateure vor Gericht. Grund ist die Beschwerde des Patienten, er habe vor der Amputation keine zweite Meinung einholen können. Sollte seine Klage Erfolg haben, könnte ihn das immerhin finanziell entschädigen: Wie die Netzeitung weiter berichtete, seien in einem ähnlichen Fall bereits Millionensummen geflossen. Der Ausgang des Verfahrens ist allerdings ungewiss: Den Anwälten der Ärzte zufolge hatte der Patient vor der Operation die Einwilligung für jeden medizinisch notwendigen Eingriff gegeben.

(ur)
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