Rekordhoch bei weltweiter Arbeitslosigkeit

© Matthias Balzer/pixelio, www.pixelio.de
11.09.2010

Die weltweite Arbeitslosigkeit befindet sich auf historischem Hoch. Die USA und Spanien traf die Krise am härtesten.

Die weltweite Arbeitslosigkeit ist seit Beginn der Wirtschaftskrise auf ein historisches Allzeithoch geklettert. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IMF) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist die Zahl allein seit 2007 um 30 Milionen Menschen angestiegen. Insgesamt sind damit rund 210 Milionen berufsfähige Personen ohne Arbeit. Die Industrieländer - allen voran die USA und Spanien - hat die Krise besonders hart getroffen. Sie müssen mit enormen Langzeitfolgen rechnen.

"In Spanien liegt die Arbeitslosigkeit noch immer bei 20 Prozent", sagt Ferdinand Fichtner, Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), im Gespräch mit pressetext. Allein hier kletterte die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren der Wirtschaftskrise um rund 2,7 Milionen. Gemeinsam mit den Vereinigten Staaten sorgten die Iberer für zwei Drittel des Anstiegs in den Industrieländern. Die USA weisen seit 2007 um rund 7,5 Milionen mehr Erwerbslose auf, die beinahe die Hälfte der Zunahme in allen Industriestaaten bilden.

440 Millionen neue Jobs nötig

Derzeit zeige die Wirtschaft zwar Zeichen einer allmählichen Erholung, "Für Millionen von Menschen und Unternehmen weltweit ist die Krise aber alles andere als vorbei", sagt ILO-Generaldirektor Juan Somavia. Durch die rezessionsbedingt hohe Arbeitslosigkeit müssen die betroffenen Länder noch in den kommenden zwei Jahrzehnten mit sozialen Folgen rechnen. Jobverluste ziehen laut IMF und ILO noch 15 bis 20 Jahre später niedrigere Gehaltsniveaus nach sich. Zudem haben sie höhere gesundheitliche Risiken und damit Kosten sowie eine höhere Sterblichkeitsrate unter den Betroffenen zur Folge.

Die beiden Organisationen gehen davon aus, dass in den kommenden zehn Jahren weltweit rund 440 Milionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, allein um die neuen Teilnehmer am Arbeitsmarkt zu beschäftigen. Um darüber hinaus die Folgen der Krise zu bewältigen, sind noch mehr Jobs nötig. Eine auf die Schaffung von Arbeitsplätzen fokussierte Wachstumsstrategie hat nach Ansicht der ILO daher oberste Priorität. Andernfalls wird die wirtschaftliche Erholung jene, die sie am meisten brauchen, erst in Jahren erreichen - wenn überhaupt.

(pte/pb)

14
Kommentare insgesamt

Nun J.
11.09.2010 17:01
Gast
das ist doch völlig logisch, immer mehr und bessere maschinen ersetzen immer mehr arbeitnehmer. es wird wohl bald eine maschinensteuer geben müssen.

Prince Of Darkness
11.09.2010 21:45
reg. Mitglied
haha

Wesley s.
12.09.2010 00:53
Gast

Marvin S.
12.09.2010 13:18
reg. Mitglied
Andreas, du betrachtest das ganze viel zu borniert...
als wenn es in einer weltwirtschaft wirklich nur darum ginge das menschen von maschinen ersetzt werden -.-

Max m.
12.09.2010 14:56
Gast

Max m.
12.09.2010 14:57
Gast
Grad bei diesem sinnigem Thema gibt´s immer weniger geistiges Eigentum für´s eigene Unternehmenskapital...

Bla b.
12.09.2010 17:12
Gast
das sind inoffiziell sowie viel zu wenig arbeitlose. diese werden in deutschland z.b. einfach nur irgendwie beschäftigt, sonst wird gekürzt. hauptsache die kommen von der statistik runter, damit irgendwelche leute besser dastehen. die ganzen jobs, vor allem hier in mv kann man keine arbeit nennen. die einkommensverhältnisse sind einfach katastrophal, genauso wie das verhältnis zwischen dem totschinden und dem hungerlohn
und sicher sind maschinen besser. sie sind auf dauer günstiger als menschen für ein unternehmen. das juckt das unternehmen doch nicht, dass der staat dann für diese leute zahlen kann und vermittelt kriegen die sowieso nichts. die behindern den arbeitsmarkt eher.

KA Smartman
13.09.2010 07:59
reg. Mitglied
Moin Moin!
Ich weiß ja nicht warum einige so komisch auf die Idee mit der Maschinensteuer reagieren. Tatsache ist, das eineige führende Ökonomen genau diese Steuer fordern. um es Platt zu sagen:Kranken- und Rentenversicherung für Industrieroboter. Damit der Faktor Menschliche Arbeitskraft gegen die MAschinen bestehen kann! Denn bisher Können die Maschinenkosten als investitionaausgeben sogar Steuerlich abgesezt werden wogegen Menschliche Arbeit Aufgrund steigender Sozialabgaben immer teurer wird.

Im Übrigen sehe ich das so, die Menschen die arbeit haben schuften sich tot und die die keine haben, haben keine Kohle.

kann man das nicht anders aufteilen? anstatt das einer 10 h arbeitet können doch zwei je 6 h arbeiten. oder? man müsste dann nur das Gehalt und das ALG zusammenschmeißen und durch 2 teilen.

Ich glaube so hätten alle was davon. Der Arbeitgeber leistungsfähigere Arbeiter. Der Arbeitslose mehr geld und ne sinnvolle Beschäftigung und der erste Arbeitnehmer weniger Stress und mehr Freizeit.

Das würde sich bestimmt auch positiv auf die Familienstrukturen auswirken.

"Radikale Ideen -- NACH VORN! "

Sage Mal
13.09.2010 11:25
reg. Mitglied
nich zu vergessen die Sozialabgaben müssten dann x 2 gerechnet werden und schon wirds für den arbeitgeber wieder teuer..
jaja deutsche wertarbeit kostet eben

Nun J.
13.09.2010 13:01
Gast
@smartman, das war auch meine überlegung. aber man sieht ja, daß sich viele nicht richtig mit dem thema befassen.

es ist überall so. vor 30 jahren wurde am auto noch viel von hand rumgeschraubt, heute sind roboter das maß der dinge.

vor 30 jahren warf der maurer den mörtel noch selbst an die wand, heute gibt es dafür spritzmaschinen

vor 30 jahren wischte man noch bei der gebäudereinigung mit mop und eimer die großen flure, heute fährt einer in einem viertel der zeit mit einem wischautomaten da lang.

immer mehr maschinen ersetzen den menschen, wie auch in der computerbranche und so weiter, es wird immer mehr industrialisiert, für uns scheinbar zum vorteil weil uns ja die maschinen die arbeit erleichtern.

nicht umsonst werden die konzerne immer reicher.... sicher nicht weil der mensch immer mehr leistet, nein, weil er immer mehr ersetzt wird.
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