Protest gegen NPD-Umzug
City- & Szenenews
21.12.2008
Bernburg protestiert gegen neue NPD-Zentrale: "Kein Platz für Nazis, nirgendwo"!
Mehr als 300 Menschen haben am Freitag auf dem Bernburger Marktplatz gegen die rechtsextreme NPD protestiert. Sie wehrten sich dagegen, dass zusätzlich zur bereits vorhandenen Bundesgeschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten (JN) die NPD-Landesgeschäftsstelle nach Bernburg gezogen ist. Gegen diese Entwicklungen wollte das Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt ein Zeichen setzen.
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) bekräftigte erneut seine Anstrengungen zum Verbot der rechtsextremen NPD. Die Stadt Bernburg habe es nicht verdient, sich zu einem Hort der Rechten zu entwickeln, sagte er mit Blick auf die Eröffnung der Geschäftsstelle und auf den Tod eines Jugendlichen, der im August Opfer eines Rechten geworden sein soll. Der SPD-Politiker sagte, es sei gut, dass die Demokraten in der Überzahl seien.
Die Anhänger der rechten Szene, die vor der Geschäftsstelle Plakate enthüllt hatten, bezeichnete Hövelmann als "verlorenen Haufen" und rief ihnen zu: "Euch braucht niemand in Bernburg und auch in Sachsen-Anhalt sonst nicht." Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) bezeichnete Bernburg als "gastfreundlich, tolerant und weltoffen". An die junge Generation appellierte er, nicht den rechten Demagogen nachzulaufen.
Die Kundgebungsteilnehmer hatten Streifen von Geschenkbändern mitgebracht, aus denen sie ein langes buntes Band knüpften als Zeichen für das Bündnis gegen Rechts und für ein buntes Weihnachtsfest. Außerdem wurde ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift "Kein Platz für Nazis, nirgendwo" enthüllt. Es soll im kommenden Jahr jeweils für sechs Wochen an verschiedenen Häusern in Bernburg angebracht werden. (ddp/AG)
Bernburg protestiert gegen neue NPD-Zentrale: "Kein Platz für Nazis, nirgendwo"!
Mehr als 300 Menschen haben am Freitag auf dem Bernburger Marktplatz gegen die rechtsextreme NPD protestiert. Sie wehrten sich dagegen, dass zusätzlich zur bereits vorhandenen Bundesgeschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten (JN) die NPD-Landesgeschäftsstelle nach Bernburg gezogen ist. Gegen diese Entwicklungen wollte das Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Rechtsextremismus und Gewalt ein Zeichen setzen.
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) bekräftigte erneut seine Anstrengungen zum Verbot der rechtsextremen NPD. Die Stadt Bernburg habe es nicht verdient, sich zu einem Hort der Rechten zu entwickeln, sagte er mit Blick auf die Eröffnung der Geschäftsstelle und auf den Tod eines Jugendlichen, der im August Opfer eines Rechten geworden sein soll. Der SPD-Politiker sagte, es sei gut, dass die Demokraten in der Überzahl seien.
Die Anhänger der rechten Szene, die vor der Geschäftsstelle Plakate enthüllt hatten, bezeichnete Hövelmann als "verlorenen Haufen" und rief ihnen zu: "Euch braucht niemand in Bernburg und auch in Sachsen-Anhalt sonst nicht." Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) bezeichnete Bernburg als "gastfreundlich, tolerant und weltoffen". An die junge Generation appellierte er, nicht den rechten Demagogen nachzulaufen.
Die Kundgebungsteilnehmer hatten Streifen von Geschenkbändern mitgebracht, aus denen sie ein langes buntes Band knüpften als Zeichen für das Bündnis gegen Rechts und für ein buntes Weihnachtsfest. Außerdem wurde ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift "Kein Platz für Nazis, nirgendwo" enthüllt. Es soll im kommenden Jahr jeweils für sechs Wochen an verschiedenen Häusern in Bernburg angebracht werden. (ddp/AG)
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