Post und Telekom missachten Arbeitsrechte
City- & Szenenews
04.09.2010
Die Menschenrechtsorganisation HRW klagt Europäische Großkonzerne an, sie würden unter anderem die Gewerkschaftsbildung in den USA unterdrücken. Darunter auch die Deutsche Telekom und die Deutsche Post DHL.
Mehrere deutsche und europäische Großkonzerne verstoßen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge gegen international geltendes Menschen- und Arbeitsrecht. Darunter befinden sich den Angaben nach auch die Deutsche Telekom und ihr US-Ableger T-Mobile sowie der Versanddienstleister der Deutschen Post DHL. Den einzelnen Unternehmen wird mitunter vorgeworfen, Beschäftigte zu unterdrücken, sie zu bedrohen und an der Gewerkschaftsbildung zu hindern. Damit haben sie gleich mehrere weltweit gültige Normen und Richtlinien missachtet.
Verhört, ausspioniert und entlassen
"Die Unternehmen haben das Gesetz richtig unterlaufen", sagt HRW-Deutschland-Direktorin Marianne Heuwagen im Gespräch mit pressetext. Nicht nur haben sie einen Nutzen aus dem schwachen US-Arbeitsrecht gezogen, um die Vereinigungsfreiheit zu unterdrücken, wissen die Menschenrechtler. "Die Konzerne sind auch noch weit darüber hinausgegangen", unterstreicht Heuwagen. Ob es zu Sanktionen vonseiten der Regierungen kommt, bleibt offen. HRW hat die Gesellschaften auf ihre Rechtsverstöße hingewiesen und fordert Konsequenzen.
Arbeitnehmer sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation dazu gezwungen worden, an anti-gewerkschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Pro-gewerkschaftliche Äußerungen wurden unterdrückt. Zudem haben die Konzerne bei der Bildung von Gewerkschaften mit Konsequenzen und bei Streiks mit Versetzung gedroht sowie Mitarbeiter verhört, ausspioniert und entlassen, die die Gewerkschaftsbildung unterstützen.
"Uns ist völlig unverständlich, dass wir in dem Kontext aufgeführt werden", entgegnet Telekom-Sprecher Christian Schwolow auf Nachfrage von pressetext. "Wir weisen die Vorwürfe aufs Schärfste zurück." Sollten sich die US-Mitarbeiter für eine gewerkschaftliche Vertretung entscheiden, wird das "selbstverständlich respektiert". Der Vorwurf eines systematischen Bruchs von Arbeitnehmerrechten ist Schwolow zufolge "völlig haltlos". Telekom und T-Mobile halten sich sowohl an nationales als auch internationales Recht, so der Unternehmenssprecher. Von der DHL war bis Redaktionsschluss dieser Meldung keine Stellungnahme erhältlich. HRW liegen jedoch Reaktionen vor.
"In aggressiver Weise"
"In aggressiver Weise" haben die weltweit tätigen europäischen Konzerne US-Arbeitnehmer daran gehindert, sich zu organisieren und Tarifverhandlungen durchzuführen, so einer der Vorwürfe durch HRW. Neben den beiden deutschen Unternehmen befinden sich mit dem Lebensmittelhändler Tesco, der Sicherheitsfirma G4S, dem Verpflegungsdienstleister Sodexo, dem Industriekonzern Saint-Gobain, dem Autozulieferer Kongsberg Automotive und der Gamma Holding Firmen aus Großbritannien, Frankreich, Norwegen und den Niederlanden darunter.
Angesichts der Verstöße gegen selbst gesetzte Standards zweifelt HRW an dem Wert freiwilliger Selbstverpflichtungen und wirft den Konzernen Heuchelei vor. Darüber hinaus haben die Gesellschaften gegen Richtlinien und Normen der Internationalen Arbeitsorganisation, der OECD, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie der Vereinten Nationen und anderer Menschenrechtsinstrumente verstoßen.
Weitere Stellungnahmen der Konzerne kann man hier nachlesen.
(pte/pb)
Die Menschenrechtsorganisation HRW klagt Europäische Großkonzerne an, sie würden unter anderem die Gewerkschaftsbildung in den USA unterdrücken. Darunter auch die Deutsche Telekom und die Deutsche Post DHL.
Mehrere deutsche und europäische Großkonzerne verstoßen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge gegen international geltendes Menschen- und Arbeitsrecht. Darunter befinden sich den Angaben nach auch die Deutsche Telekom und ihr US-Ableger T-Mobile sowie der Versanddienstleister der Deutschen Post DHL. Den einzelnen Unternehmen wird mitunter vorgeworfen, Beschäftigte zu unterdrücken, sie zu bedrohen und an der Gewerkschaftsbildung zu hindern. Damit haben sie gleich mehrere weltweit gültige Normen und Richtlinien missachtet.
Verhört, ausspioniert und entlassen
"Die Unternehmen haben das Gesetz richtig unterlaufen", sagt HRW-Deutschland-Direktorin Marianne Heuwagen im Gespräch mit pressetext. Nicht nur haben sie einen Nutzen aus dem schwachen US-Arbeitsrecht gezogen, um die Vereinigungsfreiheit zu unterdrücken, wissen die Menschenrechtler. "Die Konzerne sind auch noch weit darüber hinausgegangen", unterstreicht Heuwagen. Ob es zu Sanktionen vonseiten der Regierungen kommt, bleibt offen. HRW hat die Gesellschaften auf ihre Rechtsverstöße hingewiesen und fordert Konsequenzen.
Arbeitnehmer sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation dazu gezwungen worden, an anti-gewerkschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Pro-gewerkschaftliche Äußerungen wurden unterdrückt. Zudem haben die Konzerne bei der Bildung von Gewerkschaften mit Konsequenzen und bei Streiks mit Versetzung gedroht sowie Mitarbeiter verhört, ausspioniert und entlassen, die die Gewerkschaftsbildung unterstützen.
"Uns ist völlig unverständlich, dass wir in dem Kontext aufgeführt werden", entgegnet Telekom-Sprecher Christian Schwolow auf Nachfrage von pressetext. "Wir weisen die Vorwürfe aufs Schärfste zurück." Sollten sich die US-Mitarbeiter für eine gewerkschaftliche Vertretung entscheiden, wird das "selbstverständlich respektiert". Der Vorwurf eines systematischen Bruchs von Arbeitnehmerrechten ist Schwolow zufolge "völlig haltlos". Telekom und T-Mobile halten sich sowohl an nationales als auch internationales Recht, so der Unternehmenssprecher. Von der DHL war bis Redaktionsschluss dieser Meldung keine Stellungnahme erhältlich. HRW liegen jedoch Reaktionen vor.
"In aggressiver Weise"
"In aggressiver Weise" haben die weltweit tätigen europäischen Konzerne US-Arbeitnehmer daran gehindert, sich zu organisieren und Tarifverhandlungen durchzuführen, so einer der Vorwürfe durch HRW. Neben den beiden deutschen Unternehmen befinden sich mit dem Lebensmittelhändler Tesco, der Sicherheitsfirma G4S, dem Verpflegungsdienstleister Sodexo, dem Industriekonzern Saint-Gobain, dem Autozulieferer Kongsberg Automotive und der Gamma Holding Firmen aus Großbritannien, Frankreich, Norwegen und den Niederlanden darunter.
Angesichts der Verstöße gegen selbst gesetzte Standards zweifelt HRW an dem Wert freiwilliger Selbstverpflichtungen und wirft den Konzernen Heuchelei vor. Darüber hinaus haben die Gesellschaften gegen Richtlinien und Normen der Internationalen Arbeitsorganisation, der OECD, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie der Vereinten Nationen und anderer Menschenrechtsinstrumente verstoßen.
Weitere Stellungnahmen der Konzerne kann man hier nachlesen.
(pte/pb)
das ist doch gang und gebe das das unterdrückt wird. jeder der sich gewerkschaftlich organisiert wird doch schief angesehen. kenne einige die ich mal fragte warum sie denn nicht in der gewerksachaft sind. die antwort: ich will meinen arbeitsplatz nicht verlieren...

04.09.2010 21:55
Gast
Wenn de geschmissen wirst, weil du in ne gewerkschaft bist, ist das klarer fall von kündigungsschutzklage 
es sei den er sucht sich was ..und da hast zufällig was verbockt...dann..selber schuld^^

es sei den er sucht sich was ..und da hast zufällig was verbockt...dann..selber schuld^^

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