Neuer iPhone-Prototyp verschwunden: Verdächtigter begeht Selbstmord

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© Mikhail Levit, 2008
22.07.2009

Ein bei einem Apple-Zulieferer beschäftigter junger Chinese stürzte sich drei Tage nach dem Verhör von einem Hochhaus. Warum?

Einem Bericht der BBC zufolge soll ein junger Chinese Selbstmord begangen haben, nachdem er verdächtigt wurde, einen iPhone-Prototyp der vierten Generation entwendet zu haben. Der 25-jährige Sun Danyong war bei der taiwanesischen Firma Foxconn beschäftigt gewesen, einem der größten Zulieferbetriebe von Apple.

Gewaltsame Investigation?

Sun Danyong war nach Angaben der BBC für den Transport von iPhone-Prototypen an Apple zuständig gewesen. Diese Prototypen gehörten zu den bestgehüteten Geheimnissen der Firma. Als Sun meldete, dass einer der 16 Prototypen in seiner Obhut fehlte, begannen die Nachforschungen, in deren Verlauf es möglicherweise zu Misshandlungen kam.

Unklarheiten

Kurz vor seinem Tod hatte der junge Mann früheren Klassenkameraden in einem Chat mitgeteilt, er sei von Foxconn-Beschäftigten geschlagen worden. Es sei das erniedrigendste Erlebnis seines Lebens gewesen, so Sun, der wenig später laut BBC von einem 12-stöckigen Hochhaus sprang. Der momentan suspendierte Sicherheitschef von Foxconn bestreitet, dass Sun geschlagen wurde. Ein kurz vor dem Tod Suns aufgenommenes Bild einer CCTV-Kamera scheint seine Aussagen zu bestätigen.

"Respektvolle Behandlung" von Zulieferern erwartet

Bei Apple zeigt man sich bestürzt und wartet auf das Ergebnis der Untersuchungen bei Foxconn. Eine Apple-Sprecherin in Hong Kong teilte mit, man fordere von allen Zulieferern, die Mitarbeiter mit Würde und Respekt zu behandeln. Laut BBC war Foxconn bereits zuvor wegen schlechter Behandlung seiner Angeklagten in die Kritik geraten; Apple habe sich jedoch hinter die Firma gestellt und sie von den ernsthaften Anschuldigungen befreit.

(ur)
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