Nazi-Skandal bei Wikipedia?

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Verdächtigt Wikipedia: Katina Schubert (DIE LINKE)
07.12.2007



Wer kennt und liebt es nicht - das Online-Lexikon zum Mit- und Selbstmachen. Unentbehrlich vor allem für Schule, Ausbildung und Uni, aber auch für Fragen des Alltags dürfte Wikipedia eigentlich jedem ein Begriff sein.

Nachdem schon Harald Schmidt und Oliver Pocher beschuldigt wurden, den Nationalsozialismus zu verharmlosen (der Spion berichtete), steht auch das Web-Nachschlagewerk unter Verdacht. Ist Wikipedia ein gefundenes Fressen für Nazis? Das glaubt zumindest die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE Katina Schubert. Sie stellte am gestrigen Donnerstag Strafanzeige wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. Diese dürfen laut Grundgesetz lediglich zu Aufklärungs- und Bildungszwecken gezeigt werden. Das sollte bei einem Lexikon - online oder gedruckt - der Fall sein. Doch die Politikerin sieht das anders. In einer heute erschienen Erklärung begründet sie dies folgendermaßen:

"Ich weiß, dass es sich bei Wikipedia um ein Internetlexikon handelt und verfassungsfeindliche Symbole vorrangig zur Dokumentation verwendet werden. Gleichwohl können diese – anders als im Buchformat – zu rechtsextremistischen Propagandazwecken ohne Probleme heruntergeladen und umfunktioniert werden. Das ist eine nicht zu unterschätzende Grauzone."

Mittlerweile hat Katina Schubert ihre Anzeige zurückgezogen, hält aber an ihrer Argumentation fest. Wenn das auch gut gemeint ist, wird es wohl nicht zum Ziel führen.
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