Kinder in der Krise

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© Kathleen Spencer
04.05.2009

Unter der Finanzkrise leiden laut UNICEF vor allem die kleinsten Erdenbürger.

Das Kinderhilfswerk UNICEF warnt vor den Folgen der Rezession für Kinder. "Es sind vor allem die Kinder, die unter den Folgen des weltweiten Abschwungs leiden - in Afrika, in Indien, Pakistan, Bangladesch, China", sagte der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Jürgen Heraeus, der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Dort lebten viele Menschen von dem, was ihnen Familienmitglieder überweisen, die in Europa, den USA oder den Golfstaaten arbeiten.

Viele dieser Arbeitsplätze fielen jetzt weg, sagte Heraeus. Weltweit würden immer mehr Wanderarbeiter arbeitslos. "Es droht gerade in Asien ein Armutsproblem von dramatischen Dimensionen", sagte Heraeus. In Deutschland seien vor allem die Kinder von Alleinerziehenden von Armut betroffen, sagte Heraeus. "35 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden in Deutschland leben bereits jetzt in relativer Armut", sagte er. Sie hätten weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens zur Verfügung. "Wir müssen aufpassen, dass Krise und Arbeitsplatzabbau die Situation der Kinder Alleinerziehender nicht noch weiter verschlechtern", mahnte Heraeus.

(ddp/sh)
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