Keine Lust auf Sex?
City- & Szenenews
19.06.2008
Es gibt eine Vielzahl von sexuellen Vorlieben und nie wurde das Ausleben verschiedener Sexualpraktiken so sehr toleriert wie heute. Die Unlust auf Sex stößt allerdings größtenteils immer noch auf Unverständnis.
Woher das Phänomenen Asexualität kommt und in welchem Zusammenhang es mit der sexuellen Liberalisierung steht, untersucht der Heidelberger Sexualforscher Peter Fiedler in einem Artikel im Fachmagazin „Gehirn & Geist“.
Fiedler vertritt die These, dass die seit den 80er Jahren gesunkene sexuelle Aktivität der deutschen Bevölkerung mit dem Wegbrechen sexueller Tabus korrespondiert. Seiner Auffassung nach führt die anhaltende Sexualisierung der Gesellschaft und die Öffentlichkeit von Sexualität zu einem inneren Druck, ein positives Verhältnis zum eigenen Liebesleben zu haben. Viele umgehen diesen Druck, indem sie einfach keinen Sex und auch keine Lust auf intime Kontakte haben. Die Betroffenen fühlen sich dabei eigentlich oftmals wohl, der gesellschaftliche Druck, der auf sie ausgeübt wird, führt allerdings zu einem bedrückenden Gefühl des Nicht-Normal-Seins.
Menschen mit asexueller Orientierung finden zum Beispiel in asexuality.org ein Forum, um sich auszutauschen und sich mitzuteilen.
(KS)
Es gibt eine Vielzahl von sexuellen Vorlieben und nie wurde das Ausleben verschiedener Sexualpraktiken so sehr toleriert wie heute. Die Unlust auf Sex stößt allerdings größtenteils immer noch auf Unverständnis.
Woher das Phänomenen Asexualität kommt und in welchem Zusammenhang es mit der sexuellen Liberalisierung steht, untersucht der Heidelberger Sexualforscher Peter Fiedler in einem Artikel im Fachmagazin „Gehirn & Geist“.
Fiedler vertritt die These, dass die seit den 80er Jahren gesunkene sexuelle Aktivität der deutschen Bevölkerung mit dem Wegbrechen sexueller Tabus korrespondiert. Seiner Auffassung nach führt die anhaltende Sexualisierung der Gesellschaft und die Öffentlichkeit von Sexualität zu einem inneren Druck, ein positives Verhältnis zum eigenen Liebesleben zu haben. Viele umgehen diesen Druck, indem sie einfach keinen Sex und auch keine Lust auf intime Kontakte haben. Die Betroffenen fühlen sich dabei eigentlich oftmals wohl, der gesellschaftliche Druck, der auf sie ausgeübt wird, führt allerdings zu einem bedrückenden Gefühl des Nicht-Normal-Seins.
Menschen mit asexueller Orientierung finden zum Beispiel in asexuality.org ein Forum, um sich auszutauschen und sich mitzuteilen.
(KS)
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