Gott vor Gericht
City- & Szenenews
17.10.2008
Im US-Bundesstaat Nebraska verklagte ein Senator Gott . Das Gericht entschied gegen den Politiker.
Seit 38 Jahren ist Ernie Chambers nun schon Senator in Nebraska. Und er fällt auf: Wo seine Kollegen im Anzug auftreten, verzichtet er nicht auf Jeans und T-Shirt. Der Parteilose gilt als linker Querkopf, der sich insbesondere die religiöse Rechte zum Feind gemacht hat.
Im September letzten Jahres sorgte der afroamerikanische Bürgerrechtler wiederholt für Aufruhr: Um auf die Mängel des US-amerikanischen Justizsystems hinzuweisen, verklagte er Gott vor dem Bezirksgericht Douglas - wegen schädlicher Handlungen und Terrordrohungen. Begründung: Alle religiösen Gemeischaften, die bei einem Verfall in die Sünde mit Gottes Strafen drohen, seien die Agenten Gottes. Dies sei als Drohung zu verstehen, insbesondere, da diverse von Gott ausgelöste Katastrophen schriftlich festgehalten worden seien.
Das Gericht entschied allerdings gegen Chambers Argument, es sei wie jedes andere Gericht für die Klage zuständig, weil Gott allgegenwärtig sei, mit der Begründung, die Klage könne dem Angeklagten nicht bekannt gegeben werden, da dieser keine Postanschrift besitze. Ob der umtriebige Senator in Berufung gehen wird, weiß er laut Telepolis selbst noch nicht. Fest steht jedoch, dass er durch ein Gesetz zur zeitlichen Begrenzung von Ämtern noch dieses Jahr endgültig aus dem Senat von Nebraska ausscheiden wird.
(KS)
Im US-Bundesstaat Nebraska verklagte ein Senator Gott . Das Gericht entschied gegen den Politiker.
Seit 38 Jahren ist Ernie Chambers nun schon Senator in Nebraska. Und er fällt auf: Wo seine Kollegen im Anzug auftreten, verzichtet er nicht auf Jeans und T-Shirt. Der Parteilose gilt als linker Querkopf, der sich insbesondere die religiöse Rechte zum Feind gemacht hat.
Im September letzten Jahres sorgte der afroamerikanische Bürgerrechtler wiederholt für Aufruhr: Um auf die Mängel des US-amerikanischen Justizsystems hinzuweisen, verklagte er Gott vor dem Bezirksgericht Douglas - wegen schädlicher Handlungen und Terrordrohungen. Begründung: Alle religiösen Gemeischaften, die bei einem Verfall in die Sünde mit Gottes Strafen drohen, seien die Agenten Gottes. Dies sei als Drohung zu verstehen, insbesondere, da diverse von Gott ausgelöste Katastrophen schriftlich festgehalten worden seien.
Das Gericht entschied allerdings gegen Chambers Argument, es sei wie jedes andere Gericht für die Klage zuständig, weil Gott allgegenwärtig sei, mit der Begründung, die Klage könne dem Angeklagten nicht bekannt gegeben werden, da dieser keine Postanschrift besitze. Ob der umtriebige Senator in Berufung gehen wird, weiß er laut Telepolis selbst noch nicht. Fest steht jedoch, dass er durch ein Gesetz zur zeitlichen Begrenzung von Ämtern noch dieses Jahr endgültig aus dem Senat von Nebraska ausscheiden wird.
(KS)
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