Google fotografiert in Mecklenburg-Vorpommern
City- & Szenenews
14.05.2009
Vorsicht, Kamera! Im Mai und Juni plant Google für seinen Dienst "Street View" Aufnahmen in Schwerin und Rostock. Der Datenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern will das Vorgehen des Internetriesen genau beobachten.
Wer dieser Tage auf der Straße entlangspaziert und plötzlich eine Kamera auf einem vorbeifahrenden Auto entdeckt, ist möglicherweise bald im Internet zu sehen. Für Mai und Juni hat der Internetkonzern Google Aufnahmen für sein Programm "Street View" in Schwerin und Rostock angekündigt.
Verhandlungen mit deutschen Datenschützern
Bereits im April haben sich, so berichtete heise.de, Vertreter des Unternehmens mit deutschen Datenschutzbeauftragten getroffen. Dabei habe Google bereits zugestimmt, Bilder vor der Veröffentlichung unkenntlich zu machen und Personen das Recht einzuräumen, der Veröffentlichung von Bildern zu widersprechen.
Karsten Naumann, Datenschutzbeauftragter Mecklenburg-Vorpommerns, sprach von einem "ersten wichtigen Zugeständnis". Er wolle die Aufnahmen in unserem Bundesland genau beobachten und setze sich für die vollständige Verpixelung und Unkenntlichmachung von Gesichtern ein - bislang werde nur eine Art Schleier auf das Gesicht gelegt, die Personen bleiben identiizierbar.
Sollten dennoch Bilder ins Internet gelangt sein, die Persönlichkeitsrechte verletzen, können Betroffene auf den Webseiten von Google eine Anleitung finden, nach der sie bedenkliches Material melden können.
Beispiel Großbritannien
Im März hatte es nach der Freischaltung des Dienstes in Großbritannien einen Aufschrei gegeben. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" war die britische Bevölkerung empört, weil Google Gesichter nicht anonymisiert hatte. So waren beispielsweise Aufnahmen ins Netz gelangt, die eine leicht identifizierbare Person beim Betreten eines Sexshops und einen Betrunkenen, der sich auf der Straße übergibt, zeigen. Darüber hinaus seien Hausnummern und Autokennzeichen gut erkennbar gewesen. Die Aufnahmen seien zwar gelöscht worden, das Misstrauen sei in Großbritannien aber geblieben.
(sh)
Vorsicht, Kamera! Im Mai und Juni plant Google für seinen Dienst "Street View" Aufnahmen in Schwerin und Rostock. Der Datenschutzbeauftragte von Mecklenburg-Vorpommern will das Vorgehen des Internetriesen genau beobachten.
Wer dieser Tage auf der Straße entlangspaziert und plötzlich eine Kamera auf einem vorbeifahrenden Auto entdeckt, ist möglicherweise bald im Internet zu sehen. Für Mai und Juni hat der Internetkonzern Google Aufnahmen für sein Programm "Street View" in Schwerin und Rostock angekündigt.
Verhandlungen mit deutschen Datenschützern
Bereits im April haben sich, so berichtete heise.de, Vertreter des Unternehmens mit deutschen Datenschutzbeauftragten getroffen. Dabei habe Google bereits zugestimmt, Bilder vor der Veröffentlichung unkenntlich zu machen und Personen das Recht einzuräumen, der Veröffentlichung von Bildern zu widersprechen.
Karsten Naumann, Datenschutzbeauftragter Mecklenburg-Vorpommerns, sprach von einem "ersten wichtigen Zugeständnis". Er wolle die Aufnahmen in unserem Bundesland genau beobachten und setze sich für die vollständige Verpixelung und Unkenntlichmachung von Gesichtern ein - bislang werde nur eine Art Schleier auf das Gesicht gelegt, die Personen bleiben identiizierbar.
Sollten dennoch Bilder ins Internet gelangt sein, die Persönlichkeitsrechte verletzen, können Betroffene auf den Webseiten von Google eine Anleitung finden, nach der sie bedenkliches Material melden können.
Beispiel Großbritannien
Im März hatte es nach der Freischaltung des Dienstes in Großbritannien einen Aufschrei gegeben. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" war die britische Bevölkerung empört, weil Google Gesichter nicht anonymisiert hatte. So waren beispielsweise Aufnahmen ins Netz gelangt, die eine leicht identifizierbare Person beim Betreten eines Sexshops und einen Betrunkenen, der sich auf der Straße übergibt, zeigen. Darüber hinaus seien Hausnummern und Autokennzeichen gut erkennbar gewesen. Die Aufnahmen seien zwar gelöscht worden, das Misstrauen sei in Großbritannien aber geblieben.
(sh)
weitere Nachrichten aus der Kategorie City- & Szenenews:
Diskriminierung oder lediglich polizeiliche Erfahrung? Weil ihn ein Bundespolizist aufgrund seiner Hautfarbe kontrollierte, erstattete ein dunkelhäutiger Deutscher Anzeige - und verlor.
» mehr lesen
38 Kommentare
In Großbritannien steigt der Absatz erotischer E-Books. Auch in Deutschland könnte das unerkannte Konsumieren erotisch-brisanter Geschichten Schule machen.
» mehr lesen
Am 4. August fällt der Startschuss für die nächtliche Laufveranstaltung in Rostock. Der persönliche Startschuss aber kann bereits jetzt abgefeuert werden - was nicht nur sportliche Vorteile birgt.
» mehr lesen



