Ein weiteres, (millionen-)schweres Problem
City- & Szenenews
07.01.2012
Froh fängt das neue Jahr für Hansa nicht an. Stattdessen hält es bereits den nächsten, schweren Rückschlag bereit: Steuernachzahlung in Millionenhöhe. Von gegenwärtigem Transferverbot mal abgesehen.
Rund 4,5 Millionen Euro: Dies ist die Summe, welche dem F.C. Hansa Rostock schlussendlich im Steuerstreit auferlegt wurde. Damit bestätigte, wie die Süddeutsche und der NDR berichten, der Bundesfinanzhof die Entscheidung des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern. Der Grund hierfür sind unterlassene Zahlungen in den Jahren 1999 bis 2001 - unrechtmäßige Zahlungen für Transferentschädigungen, Provisionen an Spielervermittler sowie Ausbildungsentschädigungen für Amateurspieler und Vertragsamateure.
Diese Zahlungen behandelte der Verein als sofort abziehbare Betriebsausgaben. Stattdessen wären diese, so das Finanzamt, über die Vertragslaufzeit abzuschrei-
ben gewesen. "Es ist bedauerlich, dass das höchste Finanzgericht in seinem Urteil nicht die veränderten Bedingungen im Lizenzfußball nach der sogenannten 'Bosman-Entscheidung' des Europäischen Gerichtshofes berücksichtigt hat", kritisiert der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann laut einer Mitteilung Hansas.
Transferverbot durch die DFL
Infolgedessen greift nun eine Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) - zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit. Bis zum 18. Januar muss der Verein beweiskräftig nachweisen können, wie die Steuerforderung beglichen wird. Währenddessen dürfen keinerlei neue Spieler an Bord der Kogge geholt werden - dabei hatte der neue Trainer Wolfgang Wolf vorrangig auf einen neuen Stürmer gesetzt, um Hansa aus der Talfahrt herauszusteuern (der Spion berichtete).
Zumindest hinsichtlich der Auflage hegt Bernd Hofmann jedoch keinerlei Zweifel. "Wir sind seit längerem in Gesprächen mit den beteiligten Parteien und sind zuversichtlich, dass wir die entsprechenden Vereinbarungen in der nächsten Woche treffen, um die Zahlungsfähigkeit des Vereins bis zum 30.06.2012 zu erhalten und somit die Auflage der DFL zu erfüllen", fährt dieser in der Mitteilung fort.
Schließlich hatte der FCH die Nachzahlung frühzeitig einkalkuliert, als er den Rechtsstreit mit dem Finanzgericht in der ersten Instanz verlor und daraufhin Revision beim Bundesfinanzhof einlegte, welche nun gleichermaßen abgewiesen wurde: Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2011 am 30. Juni wurden Rückstellungen für Steuerverbindlichkeiten wegen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Zinsen in Höhe von 4,43 Millionen Euro geschaffen. Auf diese Weise würden zumindest bilanziell keine neuen Verpflichtungen entstehen; um die Liquidität zu sichern seien nichtsdestotrotz Zahlungsvereinbarungen notwendig, wie es in der Mitteilung heißt.
Kaum Licht am Ende des Tunnels
Trotz der Rücklagen stößt die Nachzahlung den Verein noch tiefer in die ohnehin schwerwiegende Finanznot. Die Verbindlichkeiten des Vereines stiegen folglich an: 16 Millionen Euro. Der Aufstieg in die Zweite Liga, der nicht einkalkuliert worden war, hatte Prämien von über einer Million Euro erfordert; aufgrund des Geisterspiels gegen Dynamo Dresden, welches auf Fan-Ausschreitungen im Spiel gegen St. Pauli folgte, verzeichnete der Verein einen Verlust von rund 300.000 Euro - von den Geldstrafen aufgrund einer Vielzahl von Vergehen der Hansa-Anhänger einmal abgesehen. Indes hatte auch Hauptsponsor Veolia aufgrund jener Ausschreitungen seinen Rückzug zum Saisonende verkündet (der Spion berichtete).
Und was meint ihr?
Die Schlinge um den Hals des F.C. Hansa Rostock scheint sich zuzuziehen: Sowohl sportliche, als auch finanzielle Probleme erreichen allmählich Höchstmaße. Die Nachzahlungsforderung veranlasste die Norddeutschen Neuesten Nachrichten nun zu folgender Aussage: "F.C. Hansa droht das Aus". Geht ihr mit dieser Prognose einher? Wie ist es eurer Meinung nach um die Zukunft des Traditionsclubs bestellt? Teilt euch mit - und kommentiert.
(nm)
Froh fängt das neue Jahr für Hansa nicht an. Stattdessen hält es bereits den nächsten, schweren Rückschlag bereit: Steuernachzahlung in Millionenhöhe. Von gegenwärtigem Transferverbot mal abgesehen.
Rund 4,5 Millionen Euro: Dies ist die Summe, welche dem F.C. Hansa Rostock schlussendlich im Steuerstreit auferlegt wurde. Damit bestätigte, wie die Süddeutsche und der NDR berichten, der Bundesfinanzhof die Entscheidung des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern. Der Grund hierfür sind unterlassene Zahlungen in den Jahren 1999 bis 2001 - unrechtmäßige Zahlungen für Transferentschädigungen, Provisionen an Spielervermittler sowie Ausbildungsentschädigungen für Amateurspieler und Vertragsamateure.
Diese Zahlungen behandelte der Verein als sofort abziehbare Betriebsausgaben. Stattdessen wären diese, so das Finanzamt, über die Vertragslaufzeit abzuschrei-
ben gewesen. "Es ist bedauerlich, dass das höchste Finanzgericht in seinem Urteil nicht die veränderten Bedingungen im Lizenzfußball nach der sogenannten 'Bosman-Entscheidung' des Europäischen Gerichtshofes berücksichtigt hat", kritisiert der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann laut einer Mitteilung Hansas.
Transferverbot durch die DFL
Infolgedessen greift nun eine Auflage der Deutschen Fußball Liga (DFL) - zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit. Bis zum 18. Januar muss der Verein beweiskräftig nachweisen können, wie die Steuerforderung beglichen wird. Währenddessen dürfen keinerlei neue Spieler an Bord der Kogge geholt werden - dabei hatte der neue Trainer Wolfgang Wolf vorrangig auf einen neuen Stürmer gesetzt, um Hansa aus der Talfahrt herauszusteuern (der Spion berichtete).
Zumindest hinsichtlich der Auflage hegt Bernd Hofmann jedoch keinerlei Zweifel. "Wir sind seit längerem in Gesprächen mit den beteiligten Parteien und sind zuversichtlich, dass wir die entsprechenden Vereinbarungen in der nächsten Woche treffen, um die Zahlungsfähigkeit des Vereins bis zum 30.06.2012 zu erhalten und somit die Auflage der DFL zu erfüllen", fährt dieser in der Mitteilung fort.
Schließlich hatte der FCH die Nachzahlung frühzeitig einkalkuliert, als er den Rechtsstreit mit dem Finanzgericht in der ersten Instanz verlor und daraufhin Revision beim Bundesfinanzhof einlegte, welche nun gleichermaßen abgewiesen wurde: Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2011 am 30. Juni wurden Rückstellungen für Steuerverbindlichkeiten wegen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Zinsen in Höhe von 4,43 Millionen Euro geschaffen. Auf diese Weise würden zumindest bilanziell keine neuen Verpflichtungen entstehen; um die Liquidität zu sichern seien nichtsdestotrotz Zahlungsvereinbarungen notwendig, wie es in der Mitteilung heißt.
Kaum Licht am Ende des Tunnels
Trotz der Rücklagen stößt die Nachzahlung den Verein noch tiefer in die ohnehin schwerwiegende Finanznot. Die Verbindlichkeiten des Vereines stiegen folglich an: 16 Millionen Euro. Der Aufstieg in die Zweite Liga, der nicht einkalkuliert worden war, hatte Prämien von über einer Million Euro erfordert; aufgrund des Geisterspiels gegen Dynamo Dresden, welches auf Fan-Ausschreitungen im Spiel gegen St. Pauli folgte, verzeichnete der Verein einen Verlust von rund 300.000 Euro - von den Geldstrafen aufgrund einer Vielzahl von Vergehen der Hansa-Anhänger einmal abgesehen. Indes hatte auch Hauptsponsor Veolia aufgrund jener Ausschreitungen seinen Rückzug zum Saisonende verkündet (der Spion berichtete).
Und was meint ihr?
Die Schlinge um den Hals des F.C. Hansa Rostock scheint sich zuzuziehen: Sowohl sportliche, als auch finanzielle Probleme erreichen allmählich Höchstmaße. Die Nachzahlungsforderung veranlasste die Norddeutschen Neuesten Nachrichten nun zu folgender Aussage: "F.C. Hansa droht das Aus". Geht ihr mit dieser Prognose einher? Wie ist es eurer Meinung nach um die Zukunft des Traditionsclubs bestellt? Teilt euch mit - und kommentiert.
(nm)

09.01.2012 20:49
Gast
Keiner schreibt was ?
DAnn mach ich mal den anfang, auf jeden fall ist die südtribüne gesperrt...TOP
damit fallen schonmal 70 % vollidioten weg die von der presse als Hooligans bezeichnet werden, dabei sind es nur wielche kinder die zum 2. mal bier trinken !
Und ansonsten sehe ich da optimistisch in die zukunft wegen dem neuen trainer...

DAnn mach ich mal den anfang, auf jeden fall ist die südtribüne gesperrt...TOP
damit fallen schonmal 70 % vollidioten weg die von der presse als Hooligans bezeichnet werden, dabei sind es nur wielche kinder die zum 2. mal bier trinken !Und ansonsten sehe ich da optimistisch in die zukunft wegen dem neuen trainer...


was heißt hier sind die einnahmen vom dynamo spiel flöten gegangen???
soweit ich weis haben die fans keine karten zurück gegeben.....
und zahlungsfähig is der verein schon ma gar nicht, wenn man mit 16 mio. in der kreide steht!!!
wenn der "normalbürger" anner kasse steht und mit karte bezahlen will und da kein geld aufm konto ist,geht nix mehr,aber bei solchen vereinen schon...versteh ich ehrlich gesagt nicht.............
am besten.....einfach zumachen den laden und fertig,ganz einfach!!!
ich hoffe die DFL greift jetz ma durch und fängt an vereinen mit so hohen schulden,keine lizenz mehr zu geben,egal wie der verein heißt!!!
soweit ich weis haben die fans keine karten zurück gegeben.....
und zahlungsfähig is der verein schon ma gar nicht, wenn man mit 16 mio. in der kreide steht!!!
wenn der "normalbürger" anner kasse steht und mit karte bezahlen will und da kein geld aufm konto ist,geht nix mehr,aber bei solchen vereinen schon...versteh ich ehrlich gesagt nicht.............
am besten.....einfach zumachen den laden und fertig,ganz einfach!!!
ich hoffe die DFL greift jetz ma durch und fängt an vereinen mit so hohen schulden,keine lizenz mehr zu geben,egal wie der verein heißt!!!

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