Die Horror-Klinik von Mailand
City- & Szenenews
12.06.2008
Es ist der Albtraum eines jeden: Man wacht nach einer Operation auf und stellt fest, dass der falsche Teil des Körpers entfernt wurde. In einem Mailänder Krankenhaus hatte der Albtraum offenbar Methode. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mehr als 90 unnötiger Operationen.
Verhaftet wurden 13 Ärzte und der Besitzer der Klinik Santa Rita, wie die Netzzeitung berichtete. Ihnen wird vorgeworfen, mit überflüssigen Operationen seit 2005 insgesamt 2,5 Millionen Euro an Krankenkassengeldern erschlichen zu haben.
Die beiden Hauptangeklagten sind zwei Chirurgen; gegen sie wird in mindestens fünf Fällen wegen Totschlags und in 86 Fällen wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Außerdem stellt die Staatsanwaltschaft Untersuchungen in 20 ungeklärten Todesfällen an.
In dem 276-Betten-Haus kam es immer wieder zu Fällen wie dem eines 64-Jährigen, der eigentlich aufgrund von Blasenproblemen die Klinik besuchte. Ihm wurde nach dem Röntgen seiner Lunge ein Lungenflügel entfernt, weil man hier einen Schatten entdeckt hatte. Die Operation wurde durchgeführt, ohne dass die Ergebnisse der Laboruntersuchung abgewartet wurden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Knoten gutartig gewesen war. Ähnlich erging es einer 18-Jährigen. Ihr wurde wegen des Verdachts auf Brustkrebs eine Brust entfernt.
Die Ermittlungen laufen seit Januar 2007. Ein anonymer Hinweis hatte zu umfassenden Abhörmaßnahmen geführt.
(KS)
Es ist der Albtraum eines jeden: Man wacht nach einer Operation auf und stellt fest, dass der falsche Teil des Körpers entfernt wurde. In einem Mailänder Krankenhaus hatte der Albtraum offenbar Methode. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mehr als 90 unnötiger Operationen.
Verhaftet wurden 13 Ärzte und der Besitzer der Klinik Santa Rita, wie die Netzzeitung berichtete. Ihnen wird vorgeworfen, mit überflüssigen Operationen seit 2005 insgesamt 2,5 Millionen Euro an Krankenkassengeldern erschlichen zu haben.
Die beiden Hauptangeklagten sind zwei Chirurgen; gegen sie wird in mindestens fünf Fällen wegen Totschlags und in 86 Fällen wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Außerdem stellt die Staatsanwaltschaft Untersuchungen in 20 ungeklärten Todesfällen an.
In dem 276-Betten-Haus kam es immer wieder zu Fällen wie dem eines 64-Jährigen, der eigentlich aufgrund von Blasenproblemen die Klinik besuchte. Ihm wurde nach dem Röntgen seiner Lunge ein Lungenflügel entfernt, weil man hier einen Schatten entdeckt hatte. Die Operation wurde durchgeführt, ohne dass die Ergebnisse der Laboruntersuchung abgewartet wurden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Knoten gutartig gewesen war. Ähnlich erging es einer 18-Jährigen. Ihr wurde wegen des Verdachts auf Brustkrebs eine Brust entfernt.
Die Ermittlungen laufen seit Januar 2007. Ein anonymer Hinweis hatte zu umfassenden Abhörmaßnahmen geführt.
(KS)
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