CDU-Ortsverband: Homosexualtität ist eine Krankheit
City- & Szenenews
01.12.2009
Bei der Hauptversammlung des CDU-Ortsverbands Meersburg ging es hoch her. Thema war die Regierungspolitik hinsichtlich der Gleichstellung der Homo-Ehe und ob sich der Verband nicht entschieden dagegenstellen solle.
Wie Suedkurier.de berichtet, verlief die Versammlung relativ normal, bis der neue Vorsitzende Martin Frick die Anträge von Werner Leicht aus Stetten vortrug. Der eine betraf das EU-Kruzifix-Urteil und forderte den Verband auf, degegen Protest einzulegen. Der zweite störte sich daran, dass die neue Regierung die "Gleichstellung der Homo-Ehe weiter vorantreiben wolle". In dem Antrag forderte Leicht den Ortsverband auf, auch dazu eine Ablehnung zu verfassen und sie den "Mandatsträgern" zukommen zu lassen.
In der Folge entbrannte eine heiße Debatte, in der der Antragsteller viel Unterstützung erfuhr. Der homosexuelle Regierende Bürgermeister Ole von Beust wurde angeprangert, der als CDU-Vertreter im Widerspruch zum C(hristlich) im Parteinamen stünde. Auf einen Einwurf des 19-jährigen Adrian Küster, dass gerade diese Intoleranz für den geringen Zulauf zur Partei verantwortlich sei, antwortete Leicht, der große Fehler sei gewesen, Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzuerkennen. Aber genau das sei sie und damit für die schwindende Bevölkerung verantwortlich.
Im weiteren Verlauf des Streits bezeichnete Leicht Schwule als pervers. Horst-Peter Schieber beschwichtige, indem er meinte, man müsse mit der Zeit gehen, er sei aber auch dagegen, "dass so Schwule rumrennen".
Ein weiterer Sprecher, Steffen Rötzer, schlug vor, man müsse den Familien wieder mehr Raum geben, damit man diese "neuen Phänomene", die "Strömungen, die man nicht haben will, an den Rand drängen" kann. Schließlich einigte man sich, das Problem im Vorstand weiter zu diskutieren. Als Reaktion auf heftige Kritik, gab man inzwischen bekannt, die schwulenfeindlichen Äußerungen zu bedauern.
(pb)
Bei der Hauptversammlung des CDU-Ortsverbands Meersburg ging es hoch her. Thema war die Regierungspolitik hinsichtlich der Gleichstellung der Homo-Ehe und ob sich der Verband nicht entschieden dagegenstellen solle.
Wie Suedkurier.de berichtet, verlief die Versammlung relativ normal, bis der neue Vorsitzende Martin Frick die Anträge von Werner Leicht aus Stetten vortrug. Der eine betraf das EU-Kruzifix-Urteil und forderte den Verband auf, degegen Protest einzulegen. Der zweite störte sich daran, dass die neue Regierung die "Gleichstellung der Homo-Ehe weiter vorantreiben wolle". In dem Antrag forderte Leicht den Ortsverband auf, auch dazu eine Ablehnung zu verfassen und sie den "Mandatsträgern" zukommen zu lassen.
In der Folge entbrannte eine heiße Debatte, in der der Antragsteller viel Unterstützung erfuhr. Der homosexuelle Regierende Bürgermeister Ole von Beust wurde angeprangert, der als CDU-Vertreter im Widerspruch zum C(hristlich) im Parteinamen stünde. Auf einen Einwurf des 19-jährigen Adrian Küster, dass gerade diese Intoleranz für den geringen Zulauf zur Partei verantwortlich sei, antwortete Leicht, der große Fehler sei gewesen, Homosexualität nicht mehr als Krankheit anzuerkennen. Aber genau das sei sie und damit für die schwindende Bevölkerung verantwortlich.
Im weiteren Verlauf des Streits bezeichnete Leicht Schwule als pervers. Horst-Peter Schieber beschwichtige, indem er meinte, man müsse mit der Zeit gehen, er sei aber auch dagegen, "dass so Schwule rumrennen".
Ein weiterer Sprecher, Steffen Rötzer, schlug vor, man müsse den Familien wieder mehr Raum geben, damit man diese "neuen Phänomene", die "Strömungen, die man nicht haben will, an den Rand drängen" kann. Schließlich einigte man sich, das Problem im Vorstand weiter zu diskutieren. Als Reaktion auf heftige Kritik, gab man inzwischen bekannt, die schwulenfeindlichen Äußerungen zu bedauern.
(pb)
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