Überwachungsskandal bei Ikea

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Achtung Spitzel © Dav 2008
30.04.2008

Lidl, Burger King und nun auch Ikea - Mitarbeiterschikanen auf schwedisch.

Das familienfreundliche Saubermann-Image à la "Wohnst du noch oder lebst du schon?" bekommt immer mehr Risse.

Nachdem der schwedische Weltkonzern bereits 2005 in eine Schmiergeldaffäre verwickelt war, welche genüsslich von der Presse aufgenommen und breitgetreten wurde, scheint der nächste Skandal vor der Tür zu stehen.
Die Gewerkschaft ver.di hat Ikea Mitarbeiterschikane im großen Stil vorgeworfen.

Laut Medienberichten von "Frontal21" sowie "N24" spricht ver.di-Gewerkschaftssekretärin Christina Frank von Frühkapitalismus und meint damit, dass zum einen die Personaldecke bei Ikea äußerst dünn besetzt sei und dementsprechend bis zur körperlichern Erschöpfung und Zusammenbrüchen gearbeitet werde.
Von den Teilzeitmitarbeitern werde zudem höchste Flexibilität bei gleichzeitig schlechter Bezahlung erwartet.

Außerdem scheint Ikea mit seinen Angestellten nicht gerade zimperlich umzugehen, wenn es darum geht, deren Arbeitsverhalten zu überwachen.
Besonders auf alleinstehende Mütter oder ältere und behinderte Mitarbeiter übt der gelb-blaue Großkonzern bewusst Druck aus.
Da werden unter anderem Sozialversicherungsausweise einbehalten, um sicherzugehen, dass Mitarbeiter keine Zweitjobs ausüben.

Im Zuge der aktuellen Mitarbeiterüberwachungsskandale bei Lidl, Burger King und anderen Großfirmen bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei um Einzelfälle handelt? Das Video zum Ikea-Skandal findet ihr hier.

C.L./K.M.
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